Im folgenden stelle ich einige meiner Fotogeräte vor. Insbesondere zur AC-1E Karte sucht man im i-Net meist vergebens nach Informationen.

Nikon FE2

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1983 erschien die Nikon FE2 als semiprofessionelle Kamera auf dem SLR Markt und wurde bis 1987 als Nachfolgerin der Nikon FE angeboten. Ihre mechanisch gesteuerte Schwester FM2 schaffte es mit einer Verjüngungskur, als FM2n, sich bis 1997 im Programm zu halten. Die Summe aus beiden ist heute mit der FM3a als letzte manuelle Spiegelreflexkamera im Nikon Katalog zu finden.
Die FE2 bietet einstellbare Verschlusszeiten von einer 1/4000s bis 8s, sowie eine stufenlose Zeitautomatik. Darüber hinaus gibt es die mechanisch gesteuerte Zeit 1/250s und B. Mit Ihr hat man ein gut ausgestattetes Gerät, welches eine Belichtungsmesswertspeicherung, Mehrfachbelichtung, einen Motoransatz, eine Abblendfunktion und eine Blitzsynchronisationszeit von 1/250s bietet. Bei Ansatz eines Blitzes wird automatisch auf die Synchronisationszeit umgeschaltet.
Weiter ist die Einstellung von Korrekturfaktoren von -3EV bis +3EV und und das Auswechseln der Mattscheibe möglich. Der Sucher zeigt die Blende, Belichtungszeit, Belichtungskorrektur und das erfolgreiche Blitzen an.
An Ihr können alle AI-, AIS-, Serie E- und AI-P-Objetive, sowie alle Autofokusobjektive verwendet werden. Die Kamera besitz jedoch selbst keinen Autofokus.
Unbestätigten Gerüchten zur Folge wahr als Nachfolgerin der Nikon FE die Nikon FA - mit geplantem Namen FE2 gedacht. Deren Fertigstellung dauerte allerdings länger als erwartet, weil sich die Entwicklung der bahnbrechende Mehrfeld-Innenmessung verzögerte, sodass sie erst im September 1983 in kleinen Stückzahlen erschien. Um jedoch die FE durch ein neues Modell ersetzen zu können, entschloss sich Nikon, eine vereinfachte FA als Nikon FE2 zu erzeugen.




Nikon F90/F90X

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Die Nikon F90 ist eine professionelle Spiegelreflexkamera mit Autofokus, Motorantrieb und µC.
1992 Vorgestellt, wurde sie 1994 durch eine verbesserte Version, der F90X, ersetzt. Die F90 besitzt die erste Version eines kreuzförmigen Nikon Autofokussensors, den CAM246. Der Sensor wird durch 172 horizontale und 74 vertikale CCD Elemente gebildet. Es besteht die Möglichkeit der Umschaltung zwischen einem großen und einem kleinem AF-Messfeld.
Für die Belichtungsmessung werden drei Messarten angeboten: Mittenbetont, Spot, Matrix und dazu die 3D-Matrixmessung. Letztere wurde 1992 zusammen mit dem kreuzförmigen AF-Sensor als Weltneuheit eingeführt. Heute sind kreuzförmige AF-Sensoren und 3D-Matrixmessung selbstverständlich. Bei der Matrixmessung wird zunächst das Sucherbild in 8 Bereiche aufgeteilt und für jeden Bereich Belichtung und Kontrast festgestellt. Das hat es schon bisher, im Wesentlichen seit der Nikon FA, gegeben - alle Einzelwerte werden ausgewertet und die exakte Belichtung wird ermittelt. Neu ist die Möglichkeit der Einberechnung der Entfernung zum Objekt - 3D-Matrixmessung, diese ist jedoch nur mit den "D" Objektiven möglich.
Daraus ergibt sich auch die Möglichkeit des 3D-Multisensorblitzens mit den Nikonsystemblitzen SB 25, SB 26, SB27 und SB 28, sowie neueren Modellen. Als Blitzfunktionen stehen SLOW für Langzeitblitzen, FP für Highspeedsynchronisation bis 1/4000s und REAR für die Synchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang zur Verfügung.
Für die Belichtungssteuerung kann zwischen manueller Einstellung, Zeitautomatik, Blendenautomatik und verschiedenen Programmautomatiken gewählt werden. Die Verschlusszeiten werden zwischen einer 1/8000s und 30s, sowie B elektronisch gesteuert.
Im Manuell-Modus oder Blendautomatik lassen sich die Zeitwerte nur in halben Werten einstellen, wohingegen bei Zeit- und Programmautomatik die Belichtungszeiten auch in Drittelstufen zulässt (schon mit der FE2 möglich). Weiter ist die Einstellung von Korrekturfaktoren im Bereich von -5EV bis +5EV und und das Auswechseln der Mattscheibe möglich.
Die Sucheranzeige und das Display auf der Gehäuseoberseite sind beleuchtbar. Im Sucher werden Blende, Belichtungszeit, Belichtungskorrektur, Blitzaufforderung und erfolgreiches Blitzen, sowie das AF-Messfeld und ein Schärfeindikator eingeblendet. Der Schärfeindikator funktioniert auch bei abgeschalteten Autofokus und mit Non-AF Nikkoren bis Blende 5.6. Eingesetzt werden können alle AI-, AIS-, Serie E- und AI-P-Objektive, sowie alle Autofokusobjektive, was dem Umfang der Objektivverwendbarkeit der Nikon F4 entspricht. Als Spannungsquelle dienen vier handelsübliche AA-Zellen.




Nikon AC-1E

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german:
Die Nikon F90/N90 (inklusive S und X Modell) verfügen über die Möglichkeit der individuellen Umprogrammierung und Steuerung der Kamerafunktionen. Ermöglicht wird dies durch den speziellen µ-Computer und den 10poligen Anschluss an der Vorderseite der Kamera und zwei externen Systemen.
Das erste System baut auf der IQ-8xxx/9xxx (USA: OZ-8xxx/9xxx) Organizer Serie von Sharp auf. Benötigt wird hierfür ein IQ/OZ-8000...8500 Organizer (oder 9xxx Serie), das Nikon Verbindungskabel MC-27 und die Nikon Data-Link Chipkarte AC-1E für den Organizer. Die AC-2E Karte wurde als Nachfolgemodell zur Einführung der F90X angeboten. Die Weiterentwicklung dieses Systems nennt sich Nikon AC-PWE. Mit Hilfe des Nikon Verbindungskabels MC-31 und der Nikon Software Photo Secretary lässt sich ein F90/N90 Modell an einen Computer mit Windowsbetriebssystem anschließen.

Die Möglichkeiten der Programmierung/Steuerung sind einzigartig. So können Funktionen wie die gleichzeitige Speicherung von AE- und AF-Wert, die Aktivierung des AF mit der AF-L Taste, automatische Filmrückspulung, Veränderung der Abschaltzeiten der Kamera, laufende Schärfeermittlung während des Filmtransportes, Auslöseverzögerung mit mehreren Kameras und die Programmkurven programmiert bzw. geändert werden.

Steuern lässt sich die Kamera bei angeschlossenem Organizer oder PC wie folgt: Einstellung von Belichtungsmessmethode, Verschlusszeiteneinstellung, Blitzsynchronisation, Filmtransport, AF-Messfeld, Belichtungskorrektur, Filmempfindlichkeit, Selbstauslöser und AF-Scharfstellung und Auslösung. Jeglicher Handgriff an der Kamera kann damit entfallen. Die Fernsteuerung ist sicher nur sinnvoll, wenn die Kamera fest montiert ist. Darüber hinaus können die Aufnahmedaten, wie die Filmempfindlichkeit, die Belichtungsmessmethode, die Verschlusszeit, die Blende, die Belichtungskorrektur, die Brennweite und die Bildnummer automatisch abgespeichert werden.

1993 erstmals ausgeliefert bot dieses System so umfassende Möglichkeiten wie keine andere Kamera am Markt. Weitergeführt wurde dies in der Nikon F100 und der F5. Das AC-PWE wird noch von vielen Fotofachgeschäften angeboten, allerdings zu inakzeptablen Preisen, die in der Nähe des Kaufpreises einer gebrauchten F90/N90 liegen. Im Internet sind einige Webseiten mit Informationen zum Nachbau des Kabels MC-31 und eine Software ähnlich des Photo Secretary zu finden. Heute finden sich diese Dinge wieder in der Nikon CameraControl pro Software für DSLRs.

Ich habe durch langes Suchen bei ebay.de die Karte AC-1E, das Verbindungskabel MC-27 und einen Sharp IQ-8300M gefunden. Das Menue der Karte ist sehr übersichtlich und die Bedienung ist trotz Englischer Sprache einfach. Neben den Kameraspezifischen Funktionen bietet die Karte auch einen kleinen Fotoguide mit Objektivinformationen, Filmen und Belichtungstipps, sowie zur Kamera.

Der Onlinemodus ermöglicht das Einstellen der o.g. Funktionen - auch ein selbst parametriertes Programm (CP) lässt sich auf die Nikon Kamera überspielen. Im Menüpunkt Camera Settings Configuration werden alle aktuellen Kameraeinstellungen angezeigt.
Funktionen wie Autofokus, Zeiteinstellung, Belichtungsmodus usw. stellen einzelne Menüpunkte da - man verlässt hier die Komplettdarstellung von Camera Settings Configuration, was es zum einen unübersichtlich macht und zum anderen umständlich. Leider dauert die Kommunikation zwischen Kamera und Organizer auch relativ lange, sodass der Druck auf "Enter" für das Auslösen des Verschlusses ein gewisse Verzögerung nach sich zieht.

Ein schönes Feature ist der Memo Holder, mit ihm lassen sich die Belichtungsdaten für jedes einzelne Bild in der Kamera abspeichern und später auf den Organizer übertragen und auswerten. Auch hier war die Idee besser als die Ausführung - 1992 waren Speicher & Computertechnik teuer, sodass sich nur sehr wenige Filme komplett speichern lassen. Im günstigsten Falle sind dies acht 24er Filme, wenn man nur Blende und Zeit speichert oder im schlechtesten Fall zwei 36er Filme, wenn man alle Kameraeinstellungen zur Zeit der Auslösung speichert. In der AC-1E Karte können maximal 94 24er Filme gespeichert werden.

Was nur mit der Rückwand MF-26 geht kann teilweise auch mit der AC-1E und angeschlossenem Organizer bewerkstelligt werden. So lassen sich nun Mehrfachbelichtungen, Serienbilder und Belichtungsreihen anfertigen. Auch schön ist, dass die Autofokusfalle mit eingebaut wurde.

Im Prinzip lässt sich die Kamera vom Organizer komplett aus bedienen wie oben angesprochen doch zeigt sich, dass dies wirklich nur für Studio oder Reproaufnahmen sinnvoll ist. Sehr nützlich sind da die Voreinstellungsmöglichkeiten wie Custom Reset oder die eigene Programmkurve (CP).
english:
The Nikon F90/N90 (incl. S and X model) got the possibility for individual reprogramming and controlling the camera functions. A special µ-processor, a 10-pole connector on the camara front and two external systems make it possible.
The first system builts on the organizer series of Sharp's IQ-8xxx/9xxx (USA: OZ-8xxx/9xxx). A IQ/OZ-8000...8500 organizer (or 9xxx series), the Nikon link-cable MC-27 and the Nikon data-link card AC-1E for use with the organizer are necessary. The AC-2E card was introduced especially for the Nikon F90X. The further development of this system is named Nikon AC-PWE. With the Nikon PC-link cable MC 31 and the Nikon software Photo Secretary a Nikon F90/N90 Model can be connected with a Windows PC.

The possibilities of programming and controlling are unique. Functions like simultaneous lock of the AE and AF values, activating the AF with the AF-L key, automatic film rewind, changing the camera-off time, active AF during the film transports, shutter release.shift for several cameras and user custom program curves are part of the system.

With the AE-1E card installed in the organizer some functions of the Nikon F90/N90 could control: changing the metering system, exposure mode, vari-program, shutter speed, film advance mode & film speed, flash sync mode, aperture, focus area & focus mode and shutter release. Installing the camera by hand is not necessary with a connected organizer. It's only usefull with the camera mounted on a tripod. In addition the shooting data can be stored to the camera (or organizer) including film speed, metering, shutter speed, aperture and focal length.

Introduced in 1993 this system was the first of its kind and offered more options then any other camera on the maket. Nikon offer the next step of this system for the F100 and F5. Many photo shops offer the AC-PWE, but the prices are very high - in the near of a used F90/N90. On the internet are some sites with infos to create the MC-31 cable. You can also find a shareware software like the original Nikon Photo Secretary. Tody we can find such things in the Nikon CameraControl Pro software for DSLRs.

I have found the AC-1E card, the MC-27 cable and an IQ-8300M organizer at ebay. The menue of the card is very easy to use and understand. The card includes On-Line mode for camera operation and Off-Line mode with operations guide, photo hand-book and other utilities, e.g. the custom programs and the custom reset.

The online mode let you control theese functions - also a user custom program (CP) is downloadable to the camera. All setted camera functions are shown in the menue settings configuration.
Functions like AF, shutter speed, metering are single menues - it looses the clearence shown by the menue settings configuration. The comunication between camera and organizer is very slow - a click on "enter" for shutter release takes a while for execute.

A nice feature is the memo holder. This enables to store the shooting data on the camera and a later transfer to the organizer. The idea was better than the product - in 1992 memory was expensive - so the number of films are strong limited. With less informations you can store eight 24-pic films (only shutter speed and aperture) oder with most of informations two 36-pic films. The AC-1E card enables to store ninetyfour 24-pic films with less informations or fifty 36-pic films with most of informations.

Only usable with the data-back MF-26 could partwise used with the AC-1E card and conected the organizer. Zhe system enables to take multiple exposure, all mode exposure bracketing, auto sequence shooting. A next adapted feature from the MF-26 is the autofocus trap (focus priority).

The camera is fully controlable with the organizer, but its only usefull for repro or studio photography or if you have time... Very usefull are the presets like custom reset or the custom program (CP).